Kostenloses Girokonto

Wer für sein Girokonto noch Gebühren zahlt, ist selbst schuld. Eine ganze Reihe von Banken glänzt mittlerweile mit gebührenfreier Kontoführung, guten Zinsen fürs Guthaben und maßvollen Sollzinsen, sollte das Konto mal überzogen werden. Wie zu erwarten gibt es bei solchen Angeboten auch Einschränkungen, aber ob diese jeweils ein großer Nachteil sind, liegt im persönlichen Ermessen. An irgendeiner Stelle müssen Geldinstitute, die ihren Kunden derart günstige Konditionen bieten, auch sparen. Dazu gehört bei einigen Banken, dass die Konten bei ihnen zwar kostenlos, aber ausschließlich übers Online- oder Telefonbanking zu führen sind. Wenn es sich um eine Genossenschaftsbank handelt, müssen Kunden zudem einen Genossenschaftsanteil kaufen.
Bei Banken und Sparkassen, die mit kostenloser Kontoführung ab einem monatlichen Zahlungseingang in bestimmter Höhe anbieten, sollten Kunden vorsichtig sein und die Konditionen genau hinterfragen. Wenn ein bestimmtes Guthaben über einen längeren Zeitraum unterhalb der vertraglich festgelegten Grenze liegt, wird es für den Kontoinhaber teuer. Selbst wenn der regelmäßige Zahlungseingang aktuell keine Hürde darstellt – eine plötzliche Arbeitslosigkeit, fehlende oder niedrigere Einnahmen in der Selbstständigkeit, niedrigeres Einkommen in der Elternzeit – das alles können relativ kurzfristige Faktoren sein, die dazu führen, dass die Gebühren für ein Konto aufs Jahr gerechnet den dreistelligen Bereich erreichen.
Versteckte Kosten können auch beim Abheben von Bargeld entstehen. Banken wie die Volkswagen Bank direct hat gerade mal 16 Automaten, an den direkt und ohne Gebühren Geld abgehoben werden kann. Bei fremden Banken kostet das Abheben von Bargeld hohe Gebühren, es sei denn, die eigene Bank und die, bei der man abheben möchte, gehören zur Cash Group. Generell gibt es kein kostenloses Girokonto, das auf jeden passt, deswegen sollte man sich vor Vertragsabschluss immer mehrere Angebote einholen und das Kleingedruckte gründlich lesen oder sich von unabhängiger Seite beraten lassen. Nicht jedes Angebot, das ein kostenloses Konto verspricht, ist am Ende auch frei von Kosten.

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