Dirndl früher und heute

Der Ursprung des Dirndls

Das Dirndl war ursprünglich eine Dienstbotentracht (Dirn = alte Bezeichnung für Magd bzw. junges Mädchen) und setzte sich erst ab ca. 1880 bei den feineren Leuten in der Stadt als modernes Kleid durch.

Obwohl regionale Volkstrachten das Dirndl mit geprägt haben, sollte man es nicht mit diesen verwechseln. Eine Volkstracht hat ganz genaue regionale Merkmale, während das Dirndl frei gestaltet werden kann.

Dirndl-Mode und eine amüsante Eigenart der Schürzen

Es gibt Alltagsdirndl aus einfacher Baumwolle bis hin zu hocheleganten Dirndln aus feinster Seide. Sie werden lang, mittellang oder kurz getragen, mit schlichten oder rüschigen, meist weißen Blusen, deren Armel gerade geschnitten oder puffig sind, mit und ohne Spitzen. Ein Samtband mit Schmuckanhänger oder ein Schultertuch runden das Dirndl modisch gerne ab. Die Vielfalt ist unendlich. Nun zu einer amüsanten Besonderheit: Das Binden der Schürze birgt interessante Informationen – besonders für die Männerwelt: Sitzt die Schleife vorne rechts, zeigt die Trägerin an, dass sie schon “vergeben” ist, bindet sie die Schleife links, signalisiert sie “ich bin noch zu haben”. Dies scheint aber ein neuerer Brauch zu sein, der historisch nicht belegt ist.

Gelegenheiten für das Tragen von Dirndln

Ganz besonders gern und häufig tragen die Damen ihre Dirndl auf dem Münchner Oktoberfest, auf dem Land meist auch bei Festiviäten, beim Kirchgang, beim anschließenden Sonntagsbraten in der Wirtschaft, im Bierzelt, auf Dorffesten, an Feiertagen und – zu Hause. In vielen Dorfwirtschaften und Landgasthöfen tragen Bedienungen diese Tracht, sehr zur Freude der Touristen. Dirndl stehen fast jeder Frau ausgezeichnet.

Dann mal viel Spass beim selber tragen!